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Gelbmaulbarrakuda auch in der Adria

 
‚Mal wieder ein Barrakuda‘, dachte Skipper Patrick Baier zunächst. Die Fotos, die er mir noch vom Boot schickte ließen mich stutzen. Und weitere Bilder, die Patrick dann an Land von dem Fisch machte, zeigten dann eine kleine Sensation. Der Gelbmaul-Barrakuda ist auf seinem Zug durchs Mittelmeer nun eindeutig auch in der Adria angekommen!



Das Foto von solch einem Fisch hatte mir Wilma bereits vergangenes Jahr geschickt. Dieser Barrakuda war von Angler Bodo weiter südöstlich vor Blitvenica gefangen worden. Das Foto ließ einen Yellowmouth zwar vermuten, eine hundertprozentige Identifikation war mir aber nicht möglich.



Es gibt allerdings eindeutige Kriterien, wie das Gelbmaul (Sphyraena viridensis) vom Europäischen Barrakuda (Sphyraena sphyraena) und dem Zuwanderer aus dem Roten Meer, dem Yellowstripe Barracuda (Sphyraena  chrysotaenia) unterschieden werden kann. - Die Wissenschaft verweist zunächst auf das Schuppenbild hinter dem Auge:



Beim Gelbmaul ist der Rand des vorderen Kiemendeckels im Gegensatz zum  Atl. Barrakuda schuppenfrei und glatt, wie folgendes Foto zeit:



Weitere Unterscheidungsmerkmale: Beim Yellowmouth reichen die dunklen Streifen an der vorderen Körperflanke im Gegensatz zum Atlant. Barrakuda über die Seitenlinie hinaus. Zudem ist die zweite Rückenflosse beim Gelbmaul höher als die erste. Beim Atlantischen Barrakuda sind dagegen der zweite und dritte harte Strahl der ersten Rückenflosse ebenso lang oder länger als die zweite Rückenflosse.



Der Gelbmaulbarrakuda ist vor Spanien und auch Mallorca weit verbreitet. Fotos von Skipper Vince Riera zeigen das gelbe Maulinnere. Es ist zwar namensgebend, aber nicht immer vorhanden und deshalb auch kein eindeutiges Kriterium für die Identifizierung.





Das Gelbmaul wird bis zu 1,28 m lang und 8,2 kg schwer.

 

Mittlerweile ist ein weiterer, aus dem Roten Meer eingewanderter Barrakuda auf dem Vormarsch und bereits im zentralen Mittelmeer angekommen. Der 20-35 cm große Yellowstripe Barracuda  (Sphyraena chrysotaenia) kann eindeutig und auf den ersten Blick an der Stellung der Brust- und Bauchflossen erkannt werden.



Beim Yellowstripe (früher auch Obtuse Barracuda genannt) sitzt die Bauchflosse direkt unter der Brustflosse. Beim Gelbmaul und beim Atlantischen Barrakuda liegt ein deutlicher Abstand zwischen der Spitze der Brustflosse und dem Ansatz der Bauchflosse, wie die Grafik zeigt.

Im östlichen Mittelmeer ist der Yellowstripe mittlerweile so häufig, dass er vor dem Libanon 70% aller angelandeten Fische ausmacht. In Tunesien ist der Schwarmfisch ebenfalls ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in der Subsistenzfischerei. Es dürfte insoweit nur noch eine Frage der Zeit, bis auch dieser Barrakuda, der sich von Sardinen ernährt, in der Adria ankommt. Als Köderfisch wäre er durchaus interessant. Im östlichen Mittelmeer wird er bereits zum Fang von Leerfish und Amberjack genutzt.
 
 
 
 
Alle Bilder sind urheberrechtlich geschützt!

 
 
 

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