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Angeln auf „El Banco“ vor Süd-Mallorca droht das Aus

 


Das Angeln auf Blauflossenthun und Schwertfisch auf der Untiefe „El Banco“ vor Süd-Mallorca droht womöglich schon ab kommendem Sommer das Aus. Die spanische Regierung will den maritimen Nationalpark des Cabrera-Archipels von jetzt 10.000 auf 90.000 Hektar erweitern, wie das Ministerium für den ökologischen Übergang MITECO an Anfang Oktober mitteilte.



Damit hat die Fischereiindustrie  den seit Jahren andauernden Streit um die  Ausdehnung des Nationalparks offensichtlich verloren. Das Ministerium will nun die Anhörung von Bürgern zur geplanten Erweiterung bis Dezember abschließen (Quelle: https://www.miteco.gob.es). Bis „spätestens“ zum kommenden Sommer sei die Schutzzone errichtet, teilte nun die Ministerin Teresa Ribera mit. Die Erweiterung macht Cabrera zur größten maritimen Schutzzone im gesamten Mittelmeer.

Möglich machte dies offenbar die neue Regierung in Madrid. Ihr sei laut der mallorkinischen Inselregierung ein "Wechsel“ in der Debatte  gelungen, nachdem zuvor die konservative und fischereifreunliche  konservative Volkspartei (PP) um den damaligen Premier Mariano Rajoy das Projekt gelähmt habe, "wir waren im Stillstand", erklärte der Umweltminister Mallorcas, Vicenc Vidal. Das Projekt zur Erweiterung des Schutzgebiets, das von Ribera als "sehr interessant und sehr mächtig" bezeichnet wurde, sieht auch die Einstellung von mehr Personal und den Einsatz von Überwachungsdrohen  und -flugzeugen vor. Diese Kontrollen sollen von der EU-Organisation FRONTEX durchgeführt werden, die damit auch die EU-Außengrenzen überwachen.



Die internationale Organisation zum Schutz der Meeresökosysteme Oceana begrüßte nun den Durchbruch. Sie konnte nachweisen, dass die von der Langeleinenfischerei behaupteten Einnahmeverluste durch die erweiterte Schutzzone grundlos sind: Die Positionsdaten von 17 Langleinenbooten (Bild oben ) ergaben, dass die Fangtätigkeit im Bereich des geplanten Nationalparks nur 1 % des jährlichen Fischereiaufwands der gesamten Flotte beträgt. (Positionen von Fangschiffen können live angeshen werden unter http://globalfishingwatch.org)



Die Oberflächen-Langleiner fangen weit wandernde Arten wie Schwertfisch, Thunfisch oder Hai und sind daher laut Oceana nicht von bestimmten Fanggründen abhängig. – Die Charterbootskipper schon: Das Schutzgebiet umfasst zahlreiche Unterwasserberge und die Schelfabbruchkante des  Emile Baudot Escarpment. Um weiterhin auf Schwertfisch oder Blauflossenthun angeln zu können, müssten Charterboot-Skipper extrem weite Anfahrtswege in Kauf nehmen.
 
 
 
 
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